Technik > Gewicht

Die Trainingstechnik, wie du eine bestimmte Übung ausführst und das Muskelgefühl sind zwei häufig unterschätzte Punkte, wenn es darum geht einen optimalen Muskelreiz im Training zusetzen. Natürlich ist das Gewicht, welches du benutzt und im Optimalfall mit der Zeit erhöhst ebenfalls wichtig, um eine progressive Belastungssteigerung zu erlauben, aber dies darf niemals unter dem Aspekt geschehen, dass gleichzeitig deine Trainingstechnik darunter leidet

Wie so oft gibt es auch hier kein Schwarz und kein Weiß. Je nach Struktur und deinen individuellen Hebelverhältnissen kann eine ‚perfekte‘ Übungsausführung bei zwei Menschen unterschiedlich aussehen. Kniebeugen sind hier ein sehr gutes Beispiel, da die Technik unter anderem von deinen Längenverhältnissen abhängig ist, sowie deiner gegebenen Flexibilität. Dementsprechend wichtig ist also das Muskelgefühl, dass du bei der Ausführung einer Übung den/die Muskeln spürst, welche primär angesprochen und stimuliert werden sollen. Bei manchen Muskeln ist dies leichter, bei anderen schwieriger:

Der Quadrizeps (Vorderseite Oberschenkel) ist sehr leicht anzusteuern, während es deutlich schwieriger ist deinen Beinbizeps (Rückseite Oberschenkel) isoliert zu beanspruchen. Auch fällt es in der Regel leicht die Arme oder Schultern mit gezielten Übungen anzusprechend, während der Brustmuskel oder besonders die Rückenmuskulatur deutlich schwieriger zu treffen ist. Gerade bei diesen Muskelgruppen solltest du von Beginn an versuchen dein Muskelgefühl zu verbessern und dich nicht von Zwängen der ständigen Gewichtssteigerung negativ beeinflussen lassen. Wenn du bei einer Brustübung 40kg mit 90% Brust und 10% Schulter und Trizeps bewegst, wirst du einen besseren Muskelreiz setzen, wie wenn du 50kg mit nur 70% der Brust und 30% der Hilfsmuskulatur bewältigst. Wenn es dein Ziel ist, effektiv Muskeln aufzubauen, und deine Zeit im Gym effizient zu nutzen, konzentriere dich auf eine gute Technik und lass dich nicht von deinem Ego dazu verleiten zu viel Gewicht zu benutzen!