Posing zwischen den Sätzen

Auch wenn es oft vergessen wird, aber das Posen vor dem Gym-Spiegel besonders zwischen den Sätzen hat tatsächlich noch einen anderen Sinn und Zweck, als nur sich selbst oder andere zu beeindrucken. Durch regelmäßiges Posing verbesserst du nämlich deine Muscle-Mind-Connection, sprich deine Fähigkeit deine(n) Muskel(n) gezielt anzusteuern

Trainingssysteme wie Progressive Overload verleiten einen oft dazu, nur auf die Steigerung des Gewichts, bzw. der Kraft zu achten, wobei es essenziell ist, das wir das Gewicht auch mit dem Zielmuskel möglichst isoliert bewegen und sekundär oder tertiär beteiligte Muskeln möglichst wenig belasten

Um den Muskel also gezielt zu treffen, ist die angesprochene Muscle-Mind-Connection, respektive das Muskelgefühl essenziell. Besonders bei dem Latissimus, den Rhomboiden, oder auch dem Beinbeuger fehlt häufig das nötige Gefühl und der Muskel wird nicht effizient trainiert und der gewünschte Muskelreiz bleibt aus. Hier kann das Posing einen extrem wertvollen Beitrag leisten

Wenn du bspw. deinen Beinbeuger gezielt isolieren willst, solltest du bevor du die Übung beginnst, deinen Beinbeuger 10-15 Sekunden gezielt kontrahieren. Dein Gehirn weiß nun genau, welcher Muskel bei der Übung angesteuert werden soll, und du wirst eine ungewollte Kontraktion deines Gluteus minimieren

Auch das Anspannen des trainierten Muskels nach dem Satz trainiert dein Muskelgefühl und du wirst den Muskel leichter ansteuern können, da er voller Blut ist und aufgepumpt ist. Durch das direkte Anspannen im Anschluss, kannst du aber nicht nur deine Muscle-Mind-Connection verbessern, sondern erhöhst auch den Pump und somit die Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr in den Muskel. Außerdem wird m-TOR getriggert, ein am Muskelaufbau beteiligtes Protein