Wie funktioniert Beta-Alanine?

Beta-Alanine ist neben Citrullin und Arginine eine Standard-Ingredienz, die in den meisten Pre-Workout Produkten zu finden ist, und das auch nicht ohne Grund

Beta-Alanine hilft dir bei kurzzeitigen Leistungserbringungen die Performance etwas länger aufrecht zu erhalten. Dementsprechend interessant ist der Einsatz des Aminosäure-Abkömmlings natürlich im Kraftsport, in welchem wir unserem Organismus genau solch kurzfristigen Reizsetzungen aussetzen. Kurzzeitig beschreibt in diesem Fall eine zeitliche Dauer von etwa 60 bis max. 240 Sekunden

Wie funktioniert Beta-Alanine also genau?

Beta-Alanine hilft zusammen mit der Aminosäure Histidin das Dipeptid Carnosin zu synthetisieren. Carnosin wiederum agiert als eine Art Laktat-Puffer im menschlichen Körper, wodurch eine Übersäuerung der Muskulatur etwas hinausgezögert werden kann

Eine Ansammlung von Laktat macht sich durch starke Schmerzen in der Muskulatur bemerkbar, während eine Übersäuerung eine weiter Kontraktion nahezu unmöglich macht. Gerade bei großen Muskelgruppen (Beine, Quadrizeps) kann es bei einem etwas höheren Wiederholungsbereich schnell zu einer starken Ansammlung von Laktat kommen. Wenn man diesen Schmerzen langegenug standhalten kann, und weiter trainiert, kommt es schließlich zu einer Übersäuerung und zu einer Art punktuellem Muskelversagen. Der Muskel versagt aber nicht, weil er keine Kraft mehr hat, die nötigen Anforderungen zu bewältigen, sondern, weil die Laktatkonzentration zu hoch ist

Die Supplementation von Beta-Alanine kann also helfen die Übersäuerung so lange „aufzuhalten“, dass wir bis ans „wirkliche“ Muskelversagen trainieren können

Die Einnahme sollte bei etwas 5- max. 10g 30 Minuten vor dem Training erfolgen. Gerade zu Beginn eignet es sich mit weniger (2-3g) zu beginnen, da sich Beta-Alanine häufig in Form von Kribbeln im Gesicht oder den Gliedmaßen bemerklich macht, was teilweise sehr unangenehm werden kann. Starte also mit einer niedrigen Dosis und erhöhe diese dann langsam