Wie funktioniert Arginine?

Arginine oder auch L-Arginine ist eine Aminosäure und gehört zu der Gruppe der semi-essenziellen Aminosäuren, das bedeutet, dass sie nicht zwangsläufig für lebenserhaltende Prozesse im menschlichen Körper verantwortlich ist

Trotzdem kann die Supplementation von Arginine sinnvoll sein, besonders im Kontext des leistungsambitionierten Kraftsports

Arginine wird im Organismus zu Stickstoffmonooxid verstoffwechselt, wodurch es primär zu einer Erweiterung der Blutgefäße kommt. Außerdem spielt Arginine als Neurotransmitter im Immunsystem und Nervensystem eine nicht unerhebliche Rolle

In der Medizin wird Arginine dementsprechend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Durch die Weitung der Blutgefäße sinkt zum einen der Blutdruck, und auch die Nährstoffversorgung und der Abtransport von abgestorbenen Zellen wird somit beschleunigt

Im Kraftsport können wir uns diesen Effekt ebenfalls zunutze machen. Durch den Anstieg der Stickstoffbilanz kommt es zu einem besseren „Pump“. Der beanspruchte Muskel wird also stärker durchblutet, was zum einen hilft eine bessere Mind-Muscle-Connection aufzubauen, aber auch auf zellulärer Ebene für eine bessere sarkoplasmatische Hypertrophie sorgt

Außerdem wird auch hier die Nährstoffversorgung optimiert, wodurch bspw. Intra-Workout Carbs besser in die Kohlenhydratspeicher transportiert werden und somit auch die Regeneration nach der Beendigung des Workouts verbessert wird

Arginine kann als Teil deines Pre-Workout Stacks bspw. in Kombination mit Beta-Alanine und/oder Citrullin bei einer Menge von 5g etwa 30 Minuten vor dem Training zugeführt werden, um den Peak der Wirkung während des Trainings zu erhalten