Wie fühlst Du Dich?

Für einen Coach ist es am einfachsten mit objektiven Daten zu arbeiten. Wie hat sich das Gewicht entwickelt, deine Kraft im Gym, deine Verdauung etc. Natürlich unterliegen auch diese Faktoren individuellen Schwankungen, und sind immer nur Momentaufnahmen, aber sie sind in ihrer Gesamtheit doch recht aussagekräftig

Deutlich schwieriger ist es nämlichen jemand anderem die eigene Gefühlslage zu beschreiben, obwohl dieser Faktor, der vermutlich wichtigste ist, wenn es darum geht die Funktionalität eines Plans zu beurteilen. Neben den objektiv zu erhebenden Daten, frage ich meine Coachees daher auch immer, wie sie mit dem Plan zurechtkommen und wie sie sich damit fühlen

Natürlich ist die Aussagekraft auch stark von der Offenheit, Ehrlichkeit und Fähigkeit seine Gefühle in Worte zu fassen, des Coachees abhängig, was u.U. einen großen Interpretationsspielraum für bestimmte Aussagen zulässt

Trotzdem ist es essenziell diese Fragen zu stellen, da sie manchmal ein anderes Bild offenbaren können, denn selbst wenn das Gewicht mal für eine oder zwei Wochen stagnieren sollte, kann sich dennoch die Körperkomposition verbessert haben, was man durch mehr Selbstbewusstsein und ein besseres Körpergefühl subjektiv wahrnimmt. Auch offenbart die Frage häufig bestimmte Situationen, in welchen der Coachee mit Cravings oder Motivationslosigkeit zu kämpfen hatte, aber durchgezogen hat, und noch eine Woche später zurecht stolz darauf ist, diese Situation doch noch gemeistert zu haben

Ein Plan kann nur langfristig erfolgreich sein, wenn du merkst, dass er 1. zu den gewünschten Ergebnissen führt und 2. sich auch positiv auf dein Selbstbild und deine Gefühlslage auswirkt – Don’t neglet your feelings!