Wichtig für Deine Verdauung: Ballaststoffe

Ballaststoffe sind faserreiche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die unverdaut bis in den Dickdarm gelangen. Es wird zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen unterschieden

Lösliche Ballaststoffe wie bspw. Inulin binden Wasser im Darm und unterstützen so den Verdauungsprozess. Unlösliche Ballaststoffe haben eine deutlich geringere Bindungsaffinität und werden fast in ihrer gänzlichen Ursprungsform wieder ausgeschieden

Durch das Binden von Wasser fällt es dem Darm leichter die konsumierte Nährstoffemasse zu transportieren und aufzunehmen. Lösliche Ballaststoffe machen also den Stuhl weicher, wodurch eine bessere Konsistenz und auch Regelmäßigkeit der Verdauung gewährleistet wird

Wenn du dauerhaft zu wenig Ballaststoffe konsumierst, kann es u.a. zu Verstopfungen kommen. Zu viele Ballaststoffe, vor allem wenn sie innerhalb kürzester Zeit, oder konstant über einen längeren Zeitraum zugeführt werden, können hingegen zu Durchfall und chronischen Bauchschmerzen, so wie einem anhaltenden Blähgefühl führen

In der Praxis werden in einer sehr kalorienreichen Ernährung oft nicht ausreichend Ballaststoffe konsumiert, da sie den Appetit minimieren und die Magenverweildauer verlängern, während in einer kalorienrestriktiven Diät häufig zu viele Ballaststoffe zugeführt werden, da vermehrt auf kalorienarme Lebensmittel wie Gemüse, Salat und auch Obst in zu großen Mengen zurückgegriffen wird

Die Empfehlung für eine gesunde Ballaststoffmenge liegt bei etwa 30-40g/Tag für einen ausgewachsenen Menschen, wobei dies auch nur als grober Orientierungswert verstanden werden sollte, denn wie immer ist auch die Verdauung, sowie besonders das Mikrobiom und dessen Anforderungen von einer starken Individualität geprägt. Bei der optimalen Menge der Ballaststoffe, solltest du also im Wahrsten Sinne des Wortes – auf dein Bauchgefühl hören!