Gewichtsfluktuationen richtig interpretieren

Das tägliche Wiegen ist ein essenzieller Teil meines Coachings, und m.M. nach unabdingbar, wenn es darum geht optimale Fortschritte zu erzielen, da wir nicht Wochen- oder gar monatelang in eine Richtung rennen wollen, ohne zwischendurch zu kontrollieren, ob wir denn noch auch dem richtigen Weg sind

That being said – genauso wichtig ist es, der angezeigten Zahl nicht zu viel wert zuzuordnen, denn auch wenn das Gewicht ein recht objektiver Messwert ist, unterliegt auch dieser vielerlei Faktoren. Es ist keine Seltenheit, dass das Gewicht, obwohl du dich zur selben Zeit nüchtern wiegst Schwankungen von bis zu +-2kg unterliegt. Daher ist es auch wichtig, sich jeden Tag zu wiegen, damit wir den Wochendurchschnitt errechnen können und eine möglichst genaue Aussage treffen können, ob wir auf dem richtigen Weg sind, oder eben nicht

Gewichtsschwankungen kommen vor allem durch die Veränderungen des Wasserhaushalts zustande, welcher wiederum durch vielerlei Faktoren beeinflusst und manipuliert wird. Offensichtliche Einflüsse wie Trinkverhalten, Kohlenhydratkonsum, Salzzufuhr, Sport, Alkohol, Wetter etc. am Vortag bestimmen maßgeblich wie viel, oder auch wenig Wasser dein Organismus am nächsten Tag noch hält

Aber auch unscheinbarere Faktoren wie deine Verdauung, Veränderung der Kohlenhydratquellen, Schlafquali- und quantität, oder auch dein Stresslevel haben einen erheblichen Einfluss auf deinen Wasserhaushalt

Wie du siehst, bedeutet ein Gewichtsanstieg auf der Waage nicht automatisch, dass du zugenommen, oder nicht abgenommen hast. Solange du einen guten Plan hast und diesen Tag für Tag abarbeitest, wirst du deinem Ziel jeden Tag auch ein Stück näherkommen. Die Momentaufnahme des Gewichts ist dabei nicht entscheidend, sondern erst im Kontext einer oder zwei Wochen aussagekräftig!